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Sicherheit, die Laune macht

Sicherheit, die Laune macht
Planbare Wartungskosten, hohe Produktionssicherheit, individuelle Servicepakete - die Vorteile des Heidelberg Systemservice nutzen rund um den Globus bereits zahlreiche Druckereien. Dazu zählt auch das Hammer-Lübeck Faltschachtelwerk aus Norddeutschland: Hier entschied man sich gleich beim Kauf neuer Maschinen für langfristige Serviceverträge.

An den 12. Dezember 2008 denkt Ralf Linnerth mit Schrecken zurück: "Wir produzierten damals Schachteln für eine Messe und standen unter enormem Zeitdruck, als plötzlich unsere Dymatrix Bogenstanze stillstand", sagt der technische Leiter beim Hammer-Lübeck Faltschachtelwerk. Der Störfall ereignet sich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: an einem Freitagnachmittag. Und bis zum kommenden Dienstag sollen 500 000 Faltschachtelzuschnitte beim Kunden sein. Linnerth versucht zunächst, den Fehler mit seiner eigenen Mannschaft zu beheben - vergeblich. Dann telefoniert er mit dem Heidelberg Werk in Mönchengladbach. Der Notdienst des Heidelberg Systemservice organisiert sofort einen Reparatureinsatz und schickt übers Wochenende ein Team von Servicetechnikern nach Lübeck. Trotz der relativ kurzen Vorlaufzeit treffen dort auch die erforderlichen Serviceteile rechtzeitig ein.

"Der komplette Anleger musste demontiert werden", erinnert sich Linnerth. "Für eine langwierige Fehlersuche hatten wir aber keine Zeit. Deshalb tauschte das Serviceteam gleich das ganze Registersystem aus. Für uns war das der sicherste Weg, die Produktion möglichst schnell wieder aufnehmen zu können." Die "Wochenend- Hilfsaktion" bringt den gewünschten Erfolg: Schon am nächsten Tag kann die Druckerei die Stanzarbeiten fortführen und alle Faltschachtelzuschnitte pünktlich zum Kunden schicken. "Durch die schnelle Hilfe von Heidelberg haben wir letztlich nur eine einzige Schicht verloren", sagt Linnerth.

Individuelle Serviceverträge. Über die Kosten für den Vor-Ort- Einsatz der Servicetechniker muss sich Hammer-Lübeck keine Sorgen machen - dank "Systemservice36plus". Dieses Dienstleistungsprogramm ist für deutsche Kunden automatisch im Kaufpreis einer neuen Heidelberg Maschine enthalten. Es deckt 36 Monate lang nahezu alle anfallenden Servicekosten ab, zum Beispiel für Reparaturen, Serviceteile, Software-Updates sowie drei Inspektionen. Hammer- Lübeck entschied sich darüber hinaus für ein erweitertes Servicevertragsmodell, für den Heidelberg Partnerbrief. Diese individuelle Serviceversorgung ist modular aufgebaut und entsprechend an den Servicebedarf der Druckerei angepasst worden. Dabei konnte Hammer-Lübeck aus verschiedenen Leistungspaketen wählen: zum Beispiel "Reparaturen und Entstörungen", "Serviceteileversorgung" oder "Maschinenwartung". "So erhält und bezahlt jeder Kunde nur diejenigen Leistungspakete, die sich auch tatsächlich für ihn rechnen", sagt Temur Karbassioun, Geschäftsführer Systemservice bei der Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland GmbH. Welche Servicemodule infrage kommen, ermittelt der Kunde im Vorfeld immer gemeinsam mit Heidelberg.

"Häufig schließen Druckereien Partnerbriefe erst dann ab, wenn die Basissicherung mit Systemservice36plus abgelaufen ist und führen so ihre Serviceversorgung fort", erläutert Karbassioun. "Immer mehr Kunden entscheiden sich jedoch schon beim Maschinenkauf für einen Partnerbrief von Heidelberg und verschaffen sich dadurch eine längerfristige Planungssicherheit - wie Hammer-Lübeck." Das Faltschachtelwerk weitete mit den Partnerbriefen die Serviceversorgung für einige der Heidelberg Maschinen auf fünf, für andere sogar auf sieben Jahre aus.

Planungssicherheit trotz Herstellerwechsel. Darüber hinaus hat Hammer-Lübeck für die beiden Dymatrix 106 CSB Pro, die im November 2008 bzw. August 2009 installiert worden waren, sogar eine 95-prozentige Maschinenverfügbarkeit vereinbart. Gleiches gilt für die Ende 2008 erworbene Sechsfarben-Speedmaster XL 105 mit Lackierwerk und die ganz neue Speedmaster CD 102-6+LYL. Übrigens steht Letztere als Einzige nicht am Hauptsitz in Lübeck, sondern in der polnischen Niederlassung in Poznan. Die außergewöhnlich intensive Absicherung seines grenzübergreifenden Maschinenparks hat sich das Unternehmen denn auch einiges kosten lassen. Dafür kann Hammer-Lübeck aber erwarten, dass die Heidelberg Servicetechniker Maschinenwartungen und sonstige Maßnahmen im Bedarfsfall auch außerhalb der "normalen" Bereitschaftszeiten durchführen - also beinahe rund um die Uhr, und das auch am Wochenende.

Die Druckerei hat sich für diese Sonderform der Absicherung entschieden, weil Produktionssicherheit für den 240 Mitarbeiter zählenden Dreischichtbetrieb ein absolutes "Muss" ist. Allerdings weiß Hammer-Lübeck auch die allgemein üblichen Standards des Heidelberg Partnerbriefs sehr zu schätzen: "Wir brauchen für unsere Gesamtkalkulation langfristig planbare Wartungskosten", betont Linnerth. Diese Planungssicherheit war auch deshalb gewünscht, weil Hammer-Lübeck erstmals seit 15 Jahren verstärkt auf Heidelberg setzt und diese Zusammenarbeit zu einer strategischen Partnerschaft entwickeln möchte.

Schont Nerven und Geldbeutel. "Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unseren Serviceverträgen sowohl die direkten Wartungskosten als auch die Folgekosten erheblich senken", sagt Linnerth. "Denn für uns ist es deutlich wirtschaftlicher und nervenschonender, wenn wir vorsorgen - anstatt erst bei einem Defekt zu reagieren." Schließlich verursacht nicht nur der Produktionsausfall an sich hohe Kosten. Dazu kommt noch der Aufwand für die Wiederaufnahme des gestoppten Druckjobs und die damit verbundenen Überstunden von Mitarbeitern. Zudem läuft eine Druckerei Gefahr, wegen verspäteter Drucksachen Kunden zu verlieren. Und neu hereinkommende Aufträge lassen sich während des Maschinenstillstandes natürlich auch nicht produzieren. Laut Temur Karbassioun spricht aber noch ein weiterer Grund für den Abschluss von Serviceverträgen: "Unsere Serviceangebote helfen, die Druckqualität und Produktivität auf höchstem Niveau zu halten. Und quasi ,nebenbei' erhöht sich auch der Wiederverkaufswert der Maschinen."

Nach eineinhalb Jahren Zusammenarbeit mit dem Heidelberg Systemservice ist Ralf Linnerth rundum zufrieden. Besonders beeindruckt ihn die Servicebereitschaft von Heidelberg: "Oberste Priorität hat stets die Verfügbarkeit der Maschine und nicht die Kosten für die Servicetechniker. Das heißt im Klartext: Heidelberg ist sofort zur Stelle, wenn es darum geht, Entstörungen direkt vor Ort vorzunehmen." Häufig ist dies jedoch gar nicht nötig. Dafür sorgen schon das Leistungspaket "Remote Servicediagnose" und die telefonische Unterstützung rund um die Uhr.
Den vollständigen Artikel finden Sie in der Ausgabe 269 der Heidelberg Nachrichten. Das Magazin steht Ihnen als pdf-Dokument über die Download-Box rechts oben zur Verfügung.

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