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Netz, Klick, und Druck …

Netz, Klick, und Druck …
Internet und Druck wachsen immer stärker zusammen. Allein in Westeuropa werden in diesem Jahr Aufträge im Wert von mehr als zehn Milliarden Euro direkt aus dem Netz heraus generiert. Sowohl Einkäufern von Drucksachen als auch Druckereien bietet diese Verbindung zahlreiche Vorteile. Denn Web to Print rechnet sich für beide Seiten nicht nur bei einfachen Geschäftsdrucksachen, sondern auch bei hochwertigen Drucken im Offsetverfahren.

Geschäftsdrucksachen über das Internet gestalten und per Mausklick bei einer Druckerei in Auftrag geben? Warum nicht? Was noch vor zehn Jahren wie Hexerei klang, ist heute längst Standard. Zahllose Druckereien bieten diesen Service inzwischen an. Und nicht selten sind beispielsweise 500 Visitenkarten schon für weniger als zehn Euro zu haben.

Web to Print gilt als einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte der Printmedienindustrie. Das Grundprinzip dabei ist verblüffend einfach: Ein Internetserver stellt dem Auftraggeber eine Layout- Software zur Verfügung, mit der er über vorgegebene Eingabemasken und definierte Werkzeuge seine individuellen Daten eingeben und verändern kann. Ein paar Mausklicks später können selbst wenig erfahrene Internetnutzer den Auftrag frei- und damit den Druck in Auftrag geben - von jedem internetfähigen Computer der Welt aus, unabhängig von Tageszeit und Standort. Gleichzeitig bildet der direkte Draht zur Druckerei auch die wichtigsten kaufmännischen Prozesse ab: Auftrag, Lieferschein und Rechnung werden ebenfalls online generiert.

Geschäftsmodell mit enormem Potenzial. Dank schnellerer und leistungsfähigerer Onlineverbindungen hat sich das Spektrum möglicher Web-to-Print-Projekte immer weiter ausgedehnt. Noch vor wenigen Jahren waren Visitenkarten, Preislisten oder Formulare mit fest vorgegebenem Layout typische Aufträge für Web to Print. Heute werden auch Werbebroschüren, Kataloge, Geschäftsberichte oder sogar großformatige Plakate mit der gleichen Selbstverständlichkeit produziert. Per Web to Print wird praktisch alles bedruckt, was in irgendeiner Form bedruckbar ist, von A wie Adventskalender über I wie Individuelle Tapeten bis Z wie Zollstöcke.

Das Geschäftsmodell hat auch mittelfristig ein enormes Wachstumspotenzial. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Infotrends soll das Marktvolumen allein für Westeuropa in diesem Jahr auf mehr als zehn Milliarden Euro klettern. Damit hätte sich das Volumen innerhalb von nur drei Jahren nahezu verdreifacht. Eine große Mehrheit der befragten Druckereien geht zudem davon aus, dass Web to Print ein wichtiges und wirkungsvolles Instrument zur Kundenbindung ist, weil immer mehr Auftraggeber diesen Service erwarten. Druckereien bietet Web to Print demzufolge eine gute Chance, sich bei ihren Auftraggebern nachhaltig für Onlinedienstleistungen zu empfehlen.

"Durch Web to Print wächst zusammen, was zusammengehört", formuliert es Bernd Zipper, Technologie- und Strategieberater für die Druck- und Medienindustrie: Internet und Druck, E-Commerce und Mediendienstleistung. Wer diesen Trend vernachlässige, "der verpasst seine Chance für die Zukunft." Web to Print sei für die grafische Industrie "eine neue DTP-Revolution - weg vom lokalen Desktop, hin zum flexiblen Web-Arbeitsplatz", so Zipper.

60 Prozent weniger Kosten in der Vorstufe. Die Vorteile sowohl für die Druckerei als auch für deren Kunden sind eindeutig. Da der Kunde die Druckvorlagen über seinen Internet-Browser selbst definiert und mit Inhalten füllt, lassen sich Druckaufträge schneller, effektiver und wesentlich kostengünstiger abwickeln. In der Vorstufe sind Einsparungen bis zu 60 Prozent erzielbar, zusammen mit dem Druck immerhin bis zu 40 Prozent. Gerade Wiederholaufträge lassen sich online besonders einfach abwickeln. Der Kunde kann Last-Minute-Korrekturen in eigener Regie durchführen; das Risiko für eventuelle Fehler liegt bis zur elektronischen Übergabe der Druckdaten beim Kunden. Durch die vollständige Kommunikation über das Internet entfällt zudem der zeit- und kostenintensive Transport von Datenträgern, Filmmaterial oder Proofs. Zudem schließt die Standardisierung sämtlicher Produktions- und Freigabeprozesse typische traditionelle Produktionsfehler oder auch einen Verstoß gegen bestehende Corporate-Design-Regeln praktisch komplett aus. Für den Kunden verkürzt sich die Time-to-market-Reaktionszeit um bis zu 80 Prozent.
Den vollständigen Artikel finden Sie in der Ausgabe 269 der Heidelberg Nachrichten. Das Magazin steht Ihnen als pdf-Dokument über die Download-Box rechts oben zur Verfügung.

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