Zeit für Revolution
Mit Anicolor macht Heidelberg den Offsetdruck für kleinere
Auflagen noch profitabler. Das geradezu revolutionäre neue
Kurzfarbwerk, das jetzt als Option für die Speedmaster SM
52-Vierfarben erhältlich ist, reduziert Rüstzeiten und
Makulatur nicht nur auf ein Minimum, sondern lässt sich auch
einfach und komfortabel bedienen - und dies bei Verwendung
handelsüblicher Verbrauchsmaterialien.
Zeit ist Geld: Immer schneller soll die Auftragserledigung
erfolgen - ohne dass dabei die Qualität leiden darf. Auch der
Digitaldruck hat die Kundenerwartungen in diesem Punkt, dem Faktor
Zeit, nachhaltig verändert. Den Kunden ist es letztlich sogar
egal, ob hohe oder niedrige Auflagen gefordert werden. "Mit
dem neuen Farbwerk Anicolor kann die Makulatur, je nach Drucksujet,
gegenüber unseren heutigen Systemen um bis zu 90 Prozent
reduziert werden. In vielen Fällen sieht bereits der
zwanzigste, manchmal sogar schon der fünfte Bogen von der
Färbung her schon so aus wie der Zweihundertste, ohne dass ich
Farbzonen stellen muss. Wenn ich dann auch noch den Passer schnell
habe - und das ist bei registerhaltiger Plattenstanzung und
Autoplate kein Problem -, dann bringt das eine Zeit- und
Makulatureinsparung, die bei einer ansonsten konventionell
arbeitenden Druckmaschine keiner für möglich gehalten
hätte. Wenn ich nicht gerade variable Daten drucken will, was
bekanntermaßen selten vorkommt, ist die Offsetdruckmaschine
damit das Produktionsmittel der Wahl", erläutert Stephan
Schück, der zuständige Produktmanager für Anicolor
bei der Heidelberger Druckmaschinen AG. Der Wegfall der
Farbzoneneinstellungen an dem zonenlosen Anicolor Farbwerk
verringert die Rüstzeiten um etwa 40 Prozent. Das wiederum
führt zu einer höheren Verfügbarkeit der
Druckmaschine von etwa 25 Prozent.
Revolution. Bei Anicolor handelt es sich um eine
Pionierleistung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von
Heidelberg. "Das wirklich Revolutionäre an dieser
Technologie ist, dass bisher jeder behauptet hat, ein
Aniloxfarbwerk mit Feuchtwerk kann keine hohe Qualität
liefern. Und siehe da, mit viel Kompetenz und Erfahrung haben es
unsere Entwickler doch geschafft. Jetzt haben wir ein Farbwerk, das
hervorragend einfärbt und gleichzeitig so schnell ist, dass
man sich beim Auftragswechsel schon sputen muss. Und das alles mit
konventioneller Offsetfarbe", ist Schück überzeugt
und merkt noch dazu an: "Das Interesse an dieser Technik ist
riesig, und obwohl wir natürlich an unseren Erfolg geglaubt
haben, sind wir selbst ein wenig überrascht. Sogar große
Skeptiker bescheinigen uns eine hervorragende Ingenieurleistung und
prophezeien der Technologie ein gewaltiges Potenzial. Nicht umsonst
war die Speedmaster SM 52 mit dem Anicolor Kurzfarbwerk der
Publikumsmagnet auf der letzten Ipex in Birmingham, wo wir die
Maschine zum ersten Mal vorgestellt haben."
Noch profitabler arbeiten. Warum eine Maschine, die ohnehin
schon die beste Maschine in ihrer Klasse ist, noch besser machen?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: weil moderne Druckereien
immer profitabler arbeiten müssen. "Aus diesem Grund
haben wir im Dezember 2006 die Serienproduktion von Anicolor
Maschinen mit vier Offsetwerken, die ideal für vierfarbige
Drucksachen aller Art eingesetzt werden können, aufgenommen.
Die ersten Maschinen sind bereits seit langem ausverkauft an Kunden
in verschiedenen Ländern der Welt. Bei Schmuckfarben wollen
wir in sogenannten Feldtests noch etwas mehr Erfahrung sammeln,
bevor wir den Hebel für die Serienproduktion umlegen",
meint Schück.
Den kompletten Artikel können Sie über den Link in der
Download-Box rechts oben herunterladen.
Druckversion
pdf-Dokument
Hier können Sie sich den gesamten Artikel als pdf
herunterladen. Download