Keine Trickserei mehr
Gerade kleinere Druckereien stehen häufig vor der
Herausforderung, dass Kunden einen Full Service erwarten. Dazu
gehört auch die Weiterverarbeitung: Stanzen und Prägen
werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Hier hatten
Druckereien bislang im Grunde nur zwei Möglichkeiten, entweder
extern vergeben oder über einen Tiegel beziehungsweise einen
Zylinder laufen lassen. Doch jetzt gibt es eine preiswerte
Alternative: die Varimatrix 105. Die Prager Druckerei K.P.R.,
Tschechien, stanzt und prägt bereits seit Sommer letzten
Jahres mit ihr.
Wer ist schon gerne abhängig von dem Terminplan und der
Qualität externer Dienstleister? Gerade in puncto
Weiterverarbeitung sind viele Druckereien aufgrund der meist hohen
Anschaffungskosten des Equipments kaum in der Lage, mit den
großen oder spezialisierten Unternehmen mitzuhalten. Also
werden entsprechende Aufträge an Dritte vergeben, in der
Hoffnung, dass das Ergebnis stimmt - und wenn nicht, dass der Kunde
es nicht bemerkt. Allerdings können solche
"Tricksereien" sehr schnell teuer werden - ganz abgesehen
davon, dass unzufriedene Kunden auch flott den Lieferanten
wechseln: Stimmt die Weiterverarbeitung nicht, kann der Druck
selbst noch so perfekt gewesen sein. Der externe Lieferant birgt
also durchaus Risiken. Hinzu kommt, dass hochspezialisierte Stanz-
und Prägemaschinen permanent ausgelastet sein wollen, um
rentabel zu arbeiten. Und die alten Heidelberg Zylinder oder Tiegel
benötigen viel Zeit, um Qualitätsprodukte abzuliefern.
Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet die Bogenstanze
Varimatrix 105; ein echtes Einsteigermodell. Die Maschine wurde in
Taiwan entwickelt und wird dort auch als Lizenzprodukt gebaut.
Allerdings hat Heidelberg das Grundmodell technisch
überarbeitet und derartig modifiziert, dass es sich nun sogar
mit dem GS-Prüfsiegel für geprüfte Sicherheit nach
dem im internationalen Vergleich strengen deutschen Standard
schmücken kann. Seither hat die Varimatrix 105 das Potenzial,
sich weltweit zu einem echten Verkaufsschlager zu mausern. Sie ist
bereits vollständig in die globale Serviceteile-Logistik von
Heidelberg integriert - ohne dass die bislang ausgelieferten
Maschinen dort für außerplanmäßige
"Boxenstopps" bekannt wurden.
Kein Alteisen, dafür Highspeed. In die Varimatrix
können sogar die alten Werkzeuge der Tiegel, Zylinder oder
anderer Stanzen übernommen werden, so dass der Nutzer noch
nicht einmal "versteckte" Kosten zu befürchten hat.
Während auf einem Tiegel aber "nur" 1.000 bis 2.000
Bogen je Stunde möglich sind (je nach Anwendung), kann die
Varimatrix in der Spitze bis zu 7.500 Bogen in der Stunde
bearbeiten - in Abhängigkeit vom Typ des verwendeten Materials
oder Faktoren wie Art und Schwierigkeitsgrad der Stanzarbeiten. Das
bedeutet: Anstatt einen Auftrag wegen
Kapazitätsüberschreitung der alten Tiegel ablehnen zu
müssen oder ihn extern zu vergeben - und damit einen Teil des
Gewinns an den Weiterverarbeiter durchzureichen -, kann mit der
Varimatrix deutlich mehr Wertschöpfung im eigenen Hause
betrieben werden. Bei einem Job mit 15.000 Bogen gestaltet sich das
etwa so: Was bei 1.000 Bogen die Stunde auf dem Tiegel fast zwei
Tage dauerte und dadurch die Auslieferung verzögerte, gelingt
mit der Varimatrix 105 in rund zwei Stunden. In der gesparten Zeit
können dann zusätzliche Jobs abgearbeitet werden. Ein
großer Sprung in puncto Produktivität - und das zu
kleinen Kosten - wird dadurch Realität: Der Flaschenhals
"Weiterverarbeitung" sagt "Auf Wiedersehen!".
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