Wagnis mit Mehrwert
Investitionen müssen sich rentieren. Doch während die
Kalkulation bei einer Druckmaschine relativ einfach ist, fällt
es bei integrierten Workflow-Lösungen schwer, den konkreten
Nutzen in Zahlen zu fassen. Heidelberg Nachrichten hat
Investitionen im Verhältnis zu ihrem Nutzen, sprich
Einsparungen oder Auftragserweiterung - dem sogenannten Return on
Investment (ROI) - an drei Praxisbeispielen nachgerechnet. Experte
Armin Hespeler, Produktmanager bei Prinect, steht dazu Rede und
Antwort.
Herr Hespeler, Sie haben bei drei Druckereien, die mit Prinect
Workflow ihre Prozesse integriert haben, den wirtschaftlichen
Erfolg gemessen. Mit welchen Ergebnissen?
Armin Hespeler: Uns hat neben qualitativen Verbesserungen
wie schnelleren Durchlaufzeiten oder fehlerlosen Druckdaten vor
allen Dingen interessiert, wie sich diese Verbesserungen in barer
Münze in den Bilanzen der drei Unternehmen niederschlagen. Und
hier waren die Ergebnisse beeindruckend: Über einen
Betrachtungszeitraum von durchschnittlich fünf Jahren belaufen
sich die Einsparungen bei allen drei Druckereien auf mehrere
Millionen Euro. Dem stehen Gesamtinvestitionen für die
Lösung von Prinect in Höhe von durchschnittlich 200.000
Euro gegenüber. Unter Berücksichtigung der spezifischen
Rahmenbedingungen beim Mediahaus Biering in München
beispielsweise spart dieses Unternehmen mit Hilfe unseres
durchgängigen Farb-Workflows Prinect Color Solutions rund 8,3
Millionen Euro ein - Produktivitätszuwächse und
Effizienzstiegerungen mit eingerechnet. Bei einer
Gesamtinvestitionssumme von rund 250.000 Euro ergibt das einen
Return on Investment von 3.295 Prozent. Zugegeben: Um einen solchen
Wert zu erreichen, muss von der Auftragsstruktur bis zum
Ausbildungsstand der Mitarbeiter alles stimmen, aber die exzellente
Umsetzung durch das Mediahaus Biering zeigt deutlich, was in den
Produktions-Prozessen noch drinsteckt!
Wie sehen die Zahlen der beiden anderen Firmen aus?
Armin Hespeler: Die Berliner druckpunkt Druckerei und
Repro GmbH hat mit der Einführung des Vorstufen-Workflows
Prinect Printready und der Branchensoftware Prinect Prinance ein
Einsparpotential von rund 3,3 Millionen Euro für den Zeitraum
2004 bis 2008 erzielt. Dieses Unternehmen wollte vor allem
herausfinden, was genau die Gewinnbringer sind und was man besser
extern vergibt. Dank Prinect ließ sich nicht nur das
herausfinden, durch die nunmehr "gläsernen
Abläufe" hat jetzt auch jeder Mitarbeiter zu jedem
Zeitpunkt Zugriff auf genau die Infos, die er braucht. Dadurch
gelang druckpunkt der Turnaround in puncto Profitabilität,
denn es werden keine Aufträge mehr unrentabel abgewickelt. Das
Druckhaus Beineke Dickmanns wiederum, das auch Prinect Printready
und Prinect Prinance eingeführt hat, profitiert von
Einsparungen in Höhe von durchschnittlich 600.000 Euro
jährlich. Diese Summe resultiert u.a. aus einer gesteigerten
Datenqualität in der Vorstufe, genauer: beim Pref lighting der
PDF-Dateien der Kunden. Aufgrund der automatisierten und
standardisierten Abwicklung hat sich die Produktivität,
bezogen auf den Auftragsdurchsatz bei gleicher Mitarbeiterzahl,
exakt verdoppelt. Außerdem wurde das gesamte Procedere der
Auftragsabwicklung optimiert - bei gleichzeitig besserer Anbindung
der Druckereikunden.
Welche sind denn eigentlich die entscheidenden Kriterien
für einen derart hohen ROI?
Armin Hespeler: Alle drei Unternehmen verfügen
über genau diejenigen Module von Prinect, die sie
benötigen - und diese Module ergänzen sich in jedem
Einzelfall optimal! Auch wenn man eine Prinect Konfiguration nicht
nach dem "plug and play"-Prinzip installieren kann, ist
die schnelle und erfolgreiche Einführung des Systems immer das
Ergebnis der partnerschaftlichen Vorgehensweise von Heidelberg und
unseren Kunden. Außerdem kamen die drei durch einen
verhältnismäßig kleinen Schritt im Prinzip schon
einen gewaltigen Satz weiter, weil sich die einmal installierte
Lösung problemlos an neue Bedingungen anpassen lässt. Und
das ist ein echter Trumpf in Sachen Investitionssicherheit, den
mancher von ihnen inzwischen sogar schon ausgespielt hat!
Darüber hinaus profitieren die Druckereien natürlich
davon, dass sie alles aus einer Hand erhielten. Das garantiert
nämlich nicht nur, dass Soft- und Hardware quasi von der
Auftragsannahme bis zu Weiterverarbeitung optimal aufeinander
abgestimmt sind; es bedeutet zugleich, dass die Kunden für
jede in der gesamten Kette auftauchende Frage nur einen
Ansprechpartner haben: Heidelberg. Abgesehen davon, konnten sich
die meisten Anwender von Prinect sehr schnell in die
Workflow-Software einarbeiten, weil ihnen die
Benutzeroberfläche bereits aus anderen Lösungen von
Heidelberg bekannt war. All diese Aspekte resultieren letztlich in
einer derartig gestiegenen Produktivität, dass die Unternehmen
mit demselben Maschinenpark und derselben Mitarbeiteranzahl
zusätzliche Aufträge und damit Wachstum realisieren
können.
Sind die erzielten Ergebnisse auch repräsentativ für
andere Kunden von Prinect?
Armin Hespeler: Auf jeden Fall. Die drei Unternehmen sind
sehr unterschiedlich, was Größe, Geschäftsmodell und
Ausstattung betrifft, und repräsentieren damit rund 90 Prozent
aller Druckereien. Natürlich unterscheidet sich die Höhe
des ROI von Unternehmen zu Unternehmen, doch zeigen die drei
Fallbeispiele ganz deutlich: Es lohnt sich, Abteilungen und
Prozesse mit Hilfe eines durchgängigen Workflows zu
integrieren. Und weil der Wettbewerb nicht schläft, wird es in
Zukunft wohl noch wichtiger, permanent die Schwächen des
eigenen Unternehmens zu identifizieren und den Workflow an die
gestiegenen Anforderungen anzupassen.
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