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Know-how, so wertvoll wie bare Münze

Die Printmedien-Industrie steht vor gewaltigen Veränderungen und Herausforderungen: Kunden mit immer höheren Ansprüchen, komplexe Arbeitsprozesse und technische Innovationen, die solide gusseiserne Druckmaschinen in hochmoderne Hightechanlagen transformieren. Neue Managementstrategien sind deshalb gefragt.
 
"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Dieses Sprichwort hat längst keine Gültigkeit mehr. Die Halbwertszeit von Wissen wird immer kürzer, und intellektuelles Vermögen schwindet zusehends, wenn es nicht immer wieder aufgestockt wird. Doch Schlagwörter wie "lebenslanges Lernen" oder "human capital" bleiben bloße Schlagwörter, wenn sie nicht mit Inhalten gefüllt werden. Immer mehr Unternehmer erkennen den Wert einer soliden beruflichen Aus- und Weiterbildung in allen Bereichen, sei es für eher handwerkliche und technische Tätigkeiten oder für die Aufgaben auf der Führungsebene.
 
Dieser Trend ist dort am stärksten ausgeprägt, wo Innovation einen sehr hohen Stellenwert hat, und dazu zählt auch die Printmedien-Industrie. In dieser Branche unterliegen Berufsbilder, Software und Maschinen sowie die Anforderungen seitens der Auftraggeber einem immer schneller werdenden Veränderungsprozess. So ist es für Druckereien eine große Herausforderung, beim Tempo des technischen Fortschritts mitzuhalten und sofort auf Innovationen zu reagieren. Dabei kann neue Technik, wenn sie optimal eingesetzt wird, direkt umgesetzt werden in Kosteneinsparungen auf der einen und zur Produktivitätssteigerung auf der anderen Seite. Dazu muss man aber eben auch fundiertes Wissen über den Einsatz solcher technischen Neuheiten besitzen und zudem ihre Vermarktungsmöglichkeiten analysieren und in bare Münze umsetzen können.
 
"Damit diese Herausforderungen gemeistert werden können, unterbreitet die Print Media Academy (PMA) der Heidelberger Druckmaschinen AG in Deutschland und an weltweit weiteren 15 Standorten von Maschinentrainings bis zu Managementseminaren ein umfassendes und vor allem praxisorientiertes Weiterbildungsangebot", erklärt Bernd Schopp, Leiter der im Jahr 2000 eröffneten PMA. Alleine nach Heidelberg kamen im vergangenen Jahr zu rund 3.000 Veranstaltungen etwa 60.000 Teilnehmer. Darunter waren beispielsweise gut 1.000 reine Produkttrainings, also Schulungen zu speziellen Maschinen, die mit 11.000 Teilnehmern ebenfalls sehr gut besucht waren. Hinzu kommen die Veranstaltungen des PMA Netzwerkes, das sich inzwischen über den gesamten Globus verteilt.

Internationale Managementstrategie-Camps.
"In den dynamischen Märkten von heute ist gerade auch das gestandene Management gefordert, sich kontinuierlich über neue Entwicklungen und Businessstrategien auf dem Laufenden zu halten", meint Bernd Schopp. Speziell an Führungskräfte aus aller Welt richten sich deshalb die "Summer" und die "Winter Universities". Das University-Programm entspricht inhaltlich in etwa dem einer englischsprachigen Business School. Dies jedoch komprimiert auf fünf Tage und speziell auf die Bedürfnisse der Printmedien-Branche zugeschnitten. Im Mittelpunkt steht dabei praxisnahes Managementwissen, das die gesamte betriebs- wirtschaftliche Bandbreite - von Strategieentwicklung über Prozessund Personalmanagement bis hin zu Finanzen und Controlling - abdeckt. Sommer und Winter University unterscheiden sich dabei in den Inhalten. Die Summer University ist ein internationales Managmentstrategie-Camp, das jährlich in Heidelberg stattfindet. Die Winterveranstaltungen hingegen greifen Themen auf wie neue Technologien, Applikationen, Workflow, Farbmanagement sowie Marketing und Finanzierung und werden an interessanten internationalen Orten wie beispielsweise Shanghai, Dubai oder im November 2007 in Kapstadt abgehalten. Diese sind dann für Heidelberg Kunden aus Asien oder Afrika schneller zu erreichen, für die europäischen oder amerikanischen Teilnehmer aber ebenso eine Reise wert - auch um die dortigen Märkte kennenzulernen.
 
Begegnung der besonderen Art.
Sommer 2005 in Heidelberg. Polinikis Pavlou (34), Besitzer einer Druckerei auf Zypern, betritt das PMA-Gebäude. Er will an der Summer University teilnehmen, die hier angeboten wird. Bis zum Unterrichtsbeginn hat es noch etwas Zeit, die er nutzt, um die imposante Architektur des 50 Meter hohen Glaskubus der Print Media Academy zu bewundern. Die Druckerei Pambos Pavlou Limited mit 20 Mitarbeitern hat ihren Sitz in Limassol auf Zypern. Und ihr Besitzer hat klare Erwartungen an das, was hier in den kommenden Tagen stattfinden soll. Er hat Fragen und möchte darauf klare Antworten. Er möchte beispielsweise wissen, wohin sich die Technik entwickelt, und er will erfahren, was seine Kunden in Zukunft von ihm fordern können. Mehr Service, bessere Druckqualität, kürzere Lieferzeiten etwa? Wie kann er sich im Wettbewerb erfolgreich behaupten? Ist seine Vermarktung zeitgemäß?

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