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Großes Format, große Leistung

Premiere auf der drupa 2008: Heidelberg stellt sein neues Flaggschiff der Speedmaster Baureihe vor - die XL 162. Zeitgleich erblickt auch die etwas kleinere Schwester XL 145 das Licht der Welt. Verpackungs-, Akzidenz- und Verlagsdrucker haben lange auf die großformatigen Maschinen "made by Heidelberg" gewartet.

Heidelberg hat sich Zeit gelassen, bis das Unternehmen in den großformatigen Bogenoffsetdruck eingestiegen ist - in die Formate 6 und 7b, mit einer Bogenbreite bis zu 162 Zentimetern also. Für den Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt sprachen sowohl Veränderungen am Markt (wie etwa der Konsolidierungsprozess in der Branche) als auch Anstrengungen von Heidelberg, eine größere Rolle im Verpackungsdruck zu spielen. Nicht zuletzt gaben auch technische Themen den Ausschlag:

"Erst durch die technologischen Fortschritte der vergangenen Jahre war bei Heidelberg die Zeit wirklich reif für das Großformat", betont Ralph Gumbel, Leiter Produktmanagement Speedmaster XL 145 und XL 162. Gumbel nennt als Beispiele etwa den vollautomatischen Plattenwechsel und die automatische Wascheinrichtung für das Gummituch, die Computer-to-Plate-Technologie, zukunftsweisende Lösungen beim Workflow sowie ein einfacheres Datenhandling. "Gerade die Entwicklungen in der Druckvorstufe waren mitentscheidend", fügt er hinzu. Außerdem habe der Markt in der Zwischenzeit eine "interessante Größe" erreicht.

Im Offsetbereich sind derzeit weltweit rund 3.000 Druckmaschinen in diesen Formatklassen im Einsatz. Etwa die Hälfte der Kapazität wird für den Druck von Verpackungen eingesetzt. Große Maschinen mit vielen Nutzen pro Bogen bieten sich für diesen Einsatzzweck an, weil der Faltschachtelbedarf in mancher Branche enorm ist: Beispielsweise werden Packungen für bekannte Waschmittelmarken allein in Europa mit Stückzahlen im zweistelligen Millionenbereich gedruckt. Noch deutlich mehr Faltschachteln benötigen die Hersteller von Zerealien, beispielsweise von Cornflakes oder Müsli. Und die weltweit größten Tabakkonzerne lassen jedes Jahr sogar zig Milliarden Zigarettenschachteln bedrucken.

Arbeitstiere für Zeitschriften, Kataloge oder Bücher
Interessant sind die großformatigen Maschinen von Heidelberg aber auch für Verlags- und industrielle Akzidenzdrucker - beispielsweise für die Herstellung hochwertiger Zeitschriften, Magazine, Kataloge oder Bücher mit 48 Seiten und mehr. "Die Heidelberg Nachrichten wären ein klassischer Einsatzbereich", greift Gumbels Kollege Olaf Reinecke ein naheliegendes Beispiel heraus: Eine Auflage von 130.000 Exemplaren bei einem Heftumfang von etwa 64 Seiten - das macht mehr als acht Millionen in höchster Offsetqualität bedruckte Seiten pro Ausgabe; bei vier Ausgaben also über 33 Millionen Seiten pro Jahr. Jobs dieser Art sind es, mit denen die größten Speedmaster Modelle ausgelastet sein wollen.

Die Speedmaster XL 145 und die Speedmaster XL 162 sind für Heidelberg eine konsequente Weiterentwicklung: Heidelberg beschreitet Neuland, ohne dabei das Rad neu zu erfinden. Die Speedmaster CD 74 und noch mehr die auf der letzten drupa vorgestellte Speedmaster XL 105 sowie eine Reihe von Detail-Innovationen formten die Basis für die neue Speedmaster Generation. "Die XL 145 und XL 162 bauen auf den bewährten technologischen Konzepten von Heidelberg auf", unterstreicht Ralph Gumbel. Vieles von dem, was die außergewöhnliche Produktivität der beiden großen Modelle begründet, hat sich in den Speedmaster Baureihen bereits seit vielen Jahren bewährt. Dies schafft die Sicherheit, dass bereits die ersten Maschinen im Sommer 2008 voll ausgereift auf den Markt kommen werden. Es liegt bereits eine Reihe von Bestellungen vor, die ersten Kaufverträge wurden schon im Frühjahr 2006 auf der Ipex in Birmingham unterschrieben. Wer bei der Wahl seines Automobils auf eine größere Wagenklasse des gleichen Herstellers umsteigt, der wird sich schnell auch in dem größeren Fahrzeug zurechtfinden. Ähnlich ist es bei den Maschinen von Heidelberg: Wer die Speedmaster CD 74 oder die
XL 105 zu bedienen weiß, dem wird die Umstellung auf die XL 145 beziehungsweise XL 162 besonders leichtfallen. Selbst Drucker, die auf eine Speedmaster "umschulen", dürften kaum Probleme damit haben: Das übergreifende Bedienkonzept, das allen Steuerungskomponenten zu Grunde liegt, ist ohnehin auf Benutzerfreundlichkeit getrimmt. Sämtliche Elemente sind auf die gleiche Weise aufgebaut, folgen einer einheitlichen Logik und machen dem Anwender den Umgang mit der Maschine dadurch umso leichter.

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