"Leistungsstarke Lösungen für gute Geschäfte"
Interview mit Bernhard Schreier: Auf der bevorstehenden drupa
will Heidelberg unter dem Motto "HEI Performance - HEI
Value" neue Zeichen setzen. Welchen Nutzen Druckereien in
aller Welt daraus ziehen können, besprach Heidelberg
Nachrichten mit Bernhard Schreier, dem Vorstandsvorsitzenden der
Heidelberger Druckmaschinen AG.
Sehr geehrter Herr Schreier, stellen Sie sich einfach mal vor,
Sie kämen als Drucker oder Druckunternehmer auf die drupa. Was
würden Sie von Heidelberg erwarten?
Bernhard Schreier: Als Drucker würde ich Technik
sehen wollen, die mir meinen Arbeitsalltag erleichtert. Und als
Druckunternehmer würde ich mir Nachweise dafür
wünschen, wie sich mein Vertrauen in Heidelberg
für mein Geschäft auszahlt.
Decken sich diese Erwartungen auch mit den Anforderungen, die
Ihre Kunden an Sie stellen?
Bernhard Schreier: Natürlich richten unsere Kunden
zum Teil sehr individuelle Wünsche an uns - aber nach
meiner Erfahrung aus zahllosen Kundengesprächen laufen die
meisten Anfragen unter dem Strich tatsächlich auf diese
beiden Kernpunkte hinaus. Insofern könnte man sie durchaus als
repräsentativ bezeichnen. Schließlich interessiert sich
jedes Druckunternehmen auf der Welt für den technischen
Fortschritt und vor allem für den Nutzen, den die Druckerei
aus diesem Fortschritt ziehen kann.
Obwohl sich die Rahmenbedingungen - global gesehen
- stark voneinander unterscheiden?
Bernhard Schreier: Sicherlich sind die lokalen
Gegebenheiten von Land zu Land verschieden. Deshalb ist mancher
Betrieb bereits mit einer robusten und effizienten
Einstiegslösung aus unserem Hause bestens bedient,
während andere Druckereien eine deutlich
leistungsstärkere Ausstattung benötigen. Dennoch haben
alle Druckunternehmen auf der Welt eines gemeinsam: Sie alle
stellen sich den Gesetzen der Marktwirtschaft. Und das bedeutet:
Druckereien in Schwellenländern müssen sich genauso gegen
ihren jeweiligen Wettbewerb durchsetzen wie die Unternehmen in den
Industrienationen. Hinzu kommt, dass wir im Zeitalter der
Globalisierung leben, und deshalb ist dieser Wettbewerb sehr
schnell internationaler Natur. Wenn man so will, stellt dieses
Phänomen eine weitere Gemeinsamkeit dar, denn die Auswirkungen
der Globalisierung betreffen sowohl Betriebe in den
Industrienationen als auch Druckereien in Schwellenländern.
Könnten Sie das näher erläutern?
Bernhard Schreier: Nehmen Sie Indien als Beispiel: Dort
sind viele multinationale Konzerne aktiv, die zum größten
Teil aus den Industrieländern stammen. Das heißt
zugleich: Es handelt sich bei diesen Unternehmen um Auftraggeber,
die nun mal "westliche Printmedien-Standards" gewohnt
sind und deshalb entsprechende Qualitäten erwarten. Aus Sicht
der indischen Druckbranche bedeutet das nun Folgendes: Kann sie die
Ansprüche dieser Klientel nicht erfüllen, werden die
Druckaufträge in anderen Ländern vergeben - und zwar
in Ländern mit Druckereien, die qualitativ hochwertig
produzieren und zuverlässig liefern.
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