Schwarz auf weiß in Grün
Grünes Drucken - Ist keine Modeerscheinung, sondern ein
ernst zu nehmender Trend. Denn eine umweltfreundliche
Printproduktion verbindet ethische Verantwortung mit
wirtschaftlichen Vorteilen. Bestes Beispiel: Im Vergleich zum
Standardmodell lassen sich mit einer Speedmaster XL 105-6+L in
voller "Ökoausstattung" rund 210.000 Euro pro Jahr
sparen.
Ob Passivhaus, "grüne IT", Hybridmotor oder
Biolebensmittel - quer durch alle Branchen erobern ökologische
Produkte den Markt. Auch Heidelberg treibt diese Entwicklung aktiv
voran. Seit 1992 ist Umweltschutz ein offizielles Unternehmensziel.
Entsprechend breit ist inzwischen die Palette umweltgerechter
Drucklösungen, deren Absatz weltweit zunimmt. Immer mehr
Druckereien erkennen, dass sich umweltgerechte Investitionen
bezahlt machen.
Denn zum einen ist in Zukunft mit schärferen
Umweltauflagen zu rechnen. Zum anderen wächst die Zahl der
Druckereikunden, die umweltfreundliche Printprodukte nachfragen und
damit aktiv Imagepflege betreiben. Für viele, vor allem
für weltweit tätige Unternehmen, kommt beispielsweise nur
noch ein "klimaneutraler Geschäftsbericht" in Frage.
Oder sie verwenden ausschließlich Papier aus nachhaltiger
Forstwirtschaft. Dazu kann es beispielsweise durch den Forest
Stewardship Council (FSC) oder vom Programme for the Endorsement of
Forest Certification Schemes (PEFC) zertifiziert sein. Wer hier als
Druckerei entsprechende Angebote machen kann, ist klar im Vorteil -
und wird es künftig noch mehr sein.
Amortisation nach zwei bis drei Jahren.
"Grünes Drucken ist aber nicht nur ein
Verkaufsargument gegenüber dem Print Buyer", betont Eike
Frühbrodt, Leiter des Produktmanagements Peripheriesysteme bei
Heidelberg. "Eine umweltfreundliche Produktion senkt auch
erheblich die Kosten. Diese Erkenntnis ist im Markt noch nicht so
weit verbreitet." Wie groß das jährliche
Einsparpotential tatsächlich ist, hat Heidelberg am Beispiel
einer Sechsfarben-Speedmaster XL 105 mit Lackwerk berechnet (siehe
Schaubild S. 38): Die Maschine mit "grüner"
Ausstattung benötigt im Vergleich zum konventionellen Modell
rund 20 Prozent weniger Energie, der Makulaturaufwand verringert
sich sogar auf ein Drittel. Beim CO2-Ausstoß und beim
Abfallaufkommen liegt die Ersparnis bei jeweils rund fünf
Prozent.
Auch der Verbrauch von Farben, Alkohol, Waschmittel, Wasser
und Puder reduziert sich erheblich. "Unter dem Strich stehen
im Dreischichtbetrieb Einsparungen, von satten 210.000 Euro pro
Jahr, wenn die volle Ökoausstattung zum Einsatz kommt",
sagt Frühbrodt. "Die Investitionen in die
Umwelttechnologie amortisieren sich dadurch bereits nach etwa zwei
bis drei Jahren." Dass dabei außerdem die
Produktivität dank verringerter Rüstzeiten steigt, ist in
die 210.000 Euro noch nicht einmal mit eingerechnet. Auch die
erweiterten Möglichkeiten zur Neukundengewinnung sind in die
Berechnung noch nicht eingeflossen - genauso wenig wie die
zusätzlichen Einsparpotentiale, die sich durch rasant
steigende Rohstoff- und Energiepreise ergeben.
Den kompletten Artikel können Sie über den Link in der
Download-Box rechts oben herunterladen.
Druckversion
pdf-Dokument
Hier können Sie sich den gesamten Artikel als pdf
herunterladen. Download