Jump to Navigation

Pfeilschnell falten

Wer auffallen will, muss anders sein. Das gilt auch für Faltschachteln, deren Vielfalt stetig zunimmt. Der Markt verlangt deshalb nach flexiblen Maschinen, die sich möglichst schnell umrüsten und einfach bedienen lassen - zum Beispiel nach der neuen Diana X 115.

Hans Haverkamp ist in seinem Element: Der 59-Jährige faltet und knickt, längs, quer und auch mal diagonal. Er richtet Kartonteile auf, legt sie übereinander und tut so, als würde er sie miteinander verkleben. Seine Fingerfertigkeit beim Aufbau der konventionellen Aufrichteschachtel ist verblüffend. Man könnte meinen, er betreibe in seiner Freizeit Origami, die über 2.000 Jahre alte asiatische Kunst des Papierfaltens. Tatsächlich ist er einer der versiertesten  Anwendungsspezialisten bei Heidelberg Postpress.

Seit mehr als 40 Jahren führt Haverkamp ein Leben für die Faltschachtel. In Fachkreisen gilt er als hervorragender Kenner der Branche. Bei Heidelberg hat er die Entwicklung von Diana Faltschachtel-Klebemaschinen in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich mitbestimmt. Und die Botschaft der kurzen Vorführung ist völlig klar: Niemand sollte die Herausforderungen beim Falten und Kleben einer Schachtel unterschätzen - auch dann nicht, wenn es sich um eine ganz normale Aufrichteschachtel handelt.

Flexible Lösungen gefordert
Anspruchsvolle Schachteln, so die logische Konsequenz aus dieser Demonstration, haben meist ein komplexes Design. Und gerade deren Zahl nimmt beständig zu. Vor allem hochwertige Duftwässer, Kosmetika, Pralinen und Schokoladen verkaufen sich zum großen Teil über die Verpackung. Denn am Regal im Kaufhaus entscheiden oft Millisekunden über Kauf oder Nichtkauf: Der Verbraucher lässt sich gern vom Aussehen und von Haptik, Form und Funktion einer anspruchsvollen Faltschachtel verführen, während Inhalt und Preis tendenziell in den Hintergrund rücken. Entsprechend legen die Hersteller zunehmend Wert auf ausgefallene, aufwendig veredelte Verpackungen, mit denen sie die Aufmerksamkeit des Kunden zu fesseln hoffen.

Je individueller die Gestaltung einer Faltschachtel ausfällt, desto größer sind natürlich auch die Anforderungen an die Produzenten von Faltschachtel-Klebemaschinen. Dass sehr individuelle Verpackungen häufig nur in kleinen Stückzahlen produziert werden und die Maschinen deshalb äußerst flexibel sein müssen, macht die Sache auch nicht gerade einfacher. Hinzu kommt, dass Konsumgüterhersteller ihre "Standardverpackungen" immer seltener auf einen Schlag in großen Stückzahlen fertigen und auf Lager legen lassen. Stattdessen erwartet der Markenartikler tendenziell eine Belieferung just in time - und damit eine schubweise Produktion für den Massenmarkt. Für den Bediener einer Faltschachtel-Klebemaschine bedeutet dies häufige Jobwechsel und längere Umrüstzeiten, die speziell in Hochlohnländern auf die Margen drücken.

Den kompletten Artikel können Sie über den Link in der Download-Box rechts oben herunterladen.

Back to top

 Druckversion

 
pdf-Dokument

Hier können Sie sich den gesamten Artikel als pdf herunterladen. Download

© Copyright Heidelberger Druckmaschinen AG 

   Deutsch|English