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Tipps & Tricks: "Last-Minute-Lack" mit Color Editor

Wann und wie eine Lackform erstellen?

In der Praxis kommt es schon mal vor, dass sich der Auftraggeber erst sehr spät dazu entscheidet, sein Druckprodukt mit Lackflächen zu bereichern. Das kann für den Drucker zwei unterschiedliche Problem- stellungen mit sich bringen:
  • In den offenen Dateien, die der Drucker beispielsweise aus Layout-Programmen wie InDesign oder QuarkXPress erhält, waren die Lackflächen noch nicht vorgesehen. In diesem Fall kann man sich in Bezug auf Texte und geometrische Flächen mit ein wenig "Handarbeit" behelfen. Auch für freigestellte Bilder lässt sich zur Not noch eine Lackform erstellen, indem man das Foto manuell nachzeichnet oder eine Maske zum Beispiel aus Photoshop in ein Bild wandelt, das man über das Originalfoto platziert und als Sonderfarbe ausgibt. Diese Prozeduren sind allerdings sehr arbeits- und zeitintensiv.
  • Der Drucker hat keine offene Dateien, sondern nur PostScriptoder PDF-Files. In diesem Fall würden selbst manuelle Tricks nicht mehr helfen.
Dennoch gibt es eine einfache, schnelle und günstige Lösung für dieses Problem: Mit dem Prinect Color Editor kann man eine Lackform für einzelne Elemente einzelner Seiten oder auch für die komplette Druckform erstellen. Beim Color Editor handelt es sich um ein PlugIn für Adobe Acrobat.

Zur Erstellung der Lackform gehen Sie wie folgt vor:
  1. Erzeugen Sie aus Ihren Daten ein PDF falls noch nicht vor- handen.
  2. Öffnen Sie das PDF in Adobe Acrobat.
  3. Rufen Sie den Prinect Color Editor auf.
  4. Klicken Sie auf den Menüpunkt "Lack".
  5. Definieren Sie Im Fenster "Lack" über den Punkt "Neu" eine Far- be.

     Hier wird der Name des Lackes
     und die Darstellung des Lackes in
     Acrobat festgelegt.
6.   Wählen Sie die Elemente aus, die
     eine Lackfläche erhalten sollen
     (Bild, Text, Farbverlauf, etc.).
7.   Wenden Sie die Einstellungen an.

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