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Tipps & Tricks: Drucken mit Polyesterdruckplatten (Teil 1)

Die kostengünstige Alternati- ve für den Akzidenzdruck

In einem Markt, der von immer kleineren Auflagenhöhen, zuneh- mender Farbigkeit und steigendem Wettbewerb geprägt ist, werden Druckaufträge überwiegend über CtP-Systeme belichtet. Neben Druckfolien auf Papierbasis stellen vor allem Polyesterdruckplatten eine Alternative zu Metalldruckplatten dar. Insbesondere für Akzidenzdrucke- reien mit Kleinauflagen von bis zu maximal 20.000 Exemplaren zeigen sich viele Vorteile, mit denen sich neue Märkte erobern lassen und die den langfristigen Erfolg sichern:
  • Mehr Flexibilität bei guter Qualität
  • Geringere Produktionskosten im Vergleich zu konventioneller Metallplattenherstellung
  • Kürzere Durchlaufzeiten und damit höhere Wirtschaftlichkeit im Vergleich zur analogen Plattenkopie
Die Produktionsmöglichkeiten von Polyesterdruckplatten reichen vom ein- bis zum vierfarbigen Druck. Vor allem in den Formaten A4 und A3 sichern sie die Effizienz in Druckunternehmen.

Mehr Effizienz bei richtiger Anwendung Druckplatten
  • Diese können mit konventionellen Filmbelichtern hergestellt werden, deren Chemie im Entwickler nach Herstellerangaben entsprechend umgestellt ist.
  • Polyesterdruckplatten mit einer Stärke von 0,20 Millimeter für Raster bis 70 Linien pro Zentimeter eignen sich für die meisten Druckaufträge.
  • Maschine und Bedruckstoff müssen richtig justiert sein, um die Dehnung der Polyesterdruckplatten in der Druckmaschine auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Beim Einspannen muss der Plattenzylinder absolut fettfrei sein.
  • Es sollte eine individuelle Überfüllung (Trapping) vorgenommen werden, abhängig vom jeweiligen Druckauftrag. In der Regel liegt diese zwischen 0,08 und 0,1 Millimeter (wie bei Metallplatten).
  • Polyesterdruckplatten mit rauer Rückseite ermöglichen ein siche- res Handling in Bezug auf Platteneinzug und Diagonaleinstellung, wie die Anwendung in der Printmaster QM 46 zeigt.
Druckfarben
  • Höher pigmentierte Farben halten die übertragene Farbmenge auf geringem Niveau.
  • Für optimale Druckqualität dürfen die Farben nicht mit Drucköl oder anderen Druckhilfsmitteln gemischt werden.
Feuchtmittelzusatz
  • Bei der Zusammensetzung des Feuchtmittels beachten Sie bitte die Dosierangabe des Herstellers.
  • Grundsätzlich sollte ein pH-Wert zwischen 5,0 und 5,5 eingehalten werden.
  • Bei Druckproblemen wie Eckenzulaufen oder Tonen können weitere Zusätze beigemischt werden, eine Überdosierung muss jedoch vermieden werden. Fragen Sie hierzu auch den Druckplat- tenhersteller oder Ihren Lieferanten.
Druckwerk
  • Eine regelmäßige und sorgfältige Wartung der Maschine sichert perfekte Druckergebnisse.
  • Niemals die Plattenrückseite befeuchten!
  • Beim Anlaufen der Druckmaschine die Polyesterdruckplatte stärker anfeuchten als eine Metalldruckplatte.
  • Auf korrekt eingestellte Walzen achten, um die Plattenoberfläche zu schonen.
  • Auf das richtige Abwicklungsverhältnis zwischen Platten- und Gummituchzylinder achten, um die Dehnung der Druckplatte zu minimieren.
  • Die richtige Aufzugsstärke des Gummituchs mit einer Aufzugs- messuhr ermitteln. Alternativ die Unterlagebogen des Gummituchs bis zum Kiss Print reduzieren (schwacher Ausdruck) und einen Unterlagebogen von 0,05 Millimeter beifügen.
Feuchtwerk
  • Für optimales Freilaufverhalten die Platte einige Sekunden in der Maschine vorfeuchten.
  • Bei Druckunterbrechungen Feuchtwerk zugeschaltet lassen.
  • Für den Auswurf vermeidet das Anfeuchten der Platte ein Ankleben an der Feuchtauftragwalze.

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